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1899-1945
"Es war im Frühling des Jahres 1899, als in Gackenbach einige sangesfreudige Burschen und Männer sich zusammenscharten zur Gründung eines Gesangvereins." So wird die im Juni 1902 begonnene Vereinsgeschichte des MGV "Cäcilia" Gackenbach eingeleitet. "Sängerlust" hatte man zunächst das Kind getauft. Der damalige Lehrer Gläßner übernahm das Amt des Dirigenten. Aber schon im Herbst 1899 wurde auf Anregung des Pfarrers Faxel, der am 1. Oktober 1899 als Pfarrverwalter in die Pfarrei Kirchähr gekommen war, der weltliche Gesangverein "Sängerlust" umbenannt in den Kirchenchor und Männergesang-verein "Cäcilia" Gackenbach. Und da die Zahl der aktiven Sänger immer kleiner wurde, entschloss man sich im Jahre 1900, den bisherigen Männerchor in einen gemischten Chor umzuwandeln. Die Oberstimmen wurden aus den Schulkindern und Christenlehrpflichtigen genommen. Dass dieser gemischte Chor es zu einer beachtlichen Leistung brachte, bezeugt eine Zeitungsnotiz aus dem Montabaurer Kreisblatt vom 19. Sept. 1901 aus Anlass des silbernen Jubiläums des Kirchenchores in Montabaur: "Insbesondere erzielte das Lied "Waldvöglein" für gem. Chor, vorgetragen vom Kirchenchor Kirchähr, einen durch-schlagenden Erfolg."

Am 1. April 1902 wurde Lehrer Gläßner nach Oberlahnstein versetzt. An seine Stelle trat als Lehrer und Dirigent Herr Knötgen aus Ransbach.

Schon im ersten Jahr nach der Gründung des Vereins wird erwähnt, dass sich der Verein neben der Pflege des Gesangs auch die Aufführung von Theaterstücken zur Aufgabe gemacht hatte. Dieses Theaterspiel wurde zu einer langjährigen erfolgreichen Tradition, bis es im Jahre 1964, wie so manches schöne alte Brauchtum, den modernen Massenmedien - Rundfunk und Fernsehen - zum Opfer fiel. Eine ebenso schöne langjährige Übung war der Familienabend an Fastnacht, der bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges in Zusammenarbeit mit dem damals bestehenden Kriegerverein "Eintracht" und danach vom MGV "Cäcilia" allein ausgerichtet wurde.

Aus den Jahren 1902 bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges im Herbst 1939 wird von keinem herausragenden Ereignis berichtet. Der Gesangverein beteiligte sich an den Feiern zu besonderen Anlässen der Gemeindebürger wie silberne und goldene Hochzeiten, an kirchlichen und weltlichen Festlichkeiten und besuchte regelmäßig die Veranstaltungen der Nachbarvereine. Auch an verschiedenen Wertungs- und Leistungssingen wurde mit wechselndem Erfolg teilgenommen. Am 15.02.1922 wurde auch der gemischte Chor wieder in einen reinen Männerchor umgewandelt. Im Jahre 1923 fand die Weihe der ersten Vereinsfahne statt. Im Jahr 1924 führte der Chor ein Passionsspiel auf. Am 2. und 3. Mai 1926 veranstaltete der Verein ein Sängerfest als Gruppenfest der Sängergruppe.

In welch bescheidenen Verhältnissen der Verein damals lebte, soll die Jahresabrechnung des Kalenderjahres 1933 verdeutlichen:
    die Einnahmen im ganzen Jahr betrugen 132,96 M,
    die Ausgaben betrugen 117,45 M.
Der Mitgliedsbeitrag betrug monatlich 20 Pfennige.

Große Verdienste um den Gesangverein hat sich in dieser Zeit Lehrer Schreiner erworben, der den Chor über 25 Jahre als Dirigent leitete, bis er am 1. November 1935 nach Niedererbach versetzt wurde. Der Verein und die gesamte Einwohnerschaft haben seinen Fortgang damals sehr bedauert.
Sein Nachfolger als Lehrer und Chorleiter wurde Herr Hubert Kropp aus Höhr. Dieser blieb aber nur knapp zwei Jahre in Gackenbach. Ab 1. Juni 1937 übernahm dann Lehrer Johannes Nägler den Dirigentenstab bis zu seiner Einberufung zum Militär.

Während des zweiten Weltkrieges ruhte die Vereinstätigkeit. Viele Sänger wurden zum Kriegsdienst eingezogen; eine ganze Anzahl musste ihr Leben für das Vaterland opfern.

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1946
Nachdem die schlimmsten Folgen des Krieges einigermaßen überwunden waren, wurde auch der Gesangverein wieder aktiv. Am 7. Dezember 1946 wurde eine Gründungs-versammlung abgehalten und ein neuer Vorstand gewählt. Den Vorsitz übernahm wieder Alois Jung, zweiter Vorsitzender wurde Benedikt Jung, Schriftführer wurde Willi Wilhelmi. Karl Born I. übernahm wieder das Amt des Kassierers, das er auch schon einige Jahre vor dem Krieg innehatte. Zu Beisitzern wurden Josef Wilhelmi und Alfons Weidenfeller gewählt. Zu den ehemaligen Sängern, die den Krieg überlebt hatten, gesellte sich die inzwischen herangewachsene Jugend. Von diesen ist heute nur noch aktiv Antonius Wilhelmi.
Unter der Leitung des Chorleiters Alfred Wallroth begannen zunächst wieder die regelmäßigen Gesangsproben. Herr Wallroth legte aber schon nach einigen Monaten das Amt des Chorleiters nieder; an seine Stelle trat Herr Reinhold Stahl aus Holler.

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1947
Die alte Tradition des Theaterspielens wurde am 26. Januar 1947 mit dem Theaterstück "Der Meineidbauer" erfolgreich fortgeführt.

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1948
Am Fastnachtmontag 1948 wurde erstmals wieder der traditionelle Familienabend veranstaltet. Am 3. Oktober 1948 konnte der Verein zum ersten Mal nach dem Krieg wieder mit einem Liederabend an die Öffentlichkeit treten.

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1949
Im Jahre 1949 konnte der Verein sein 50-jähriges Bestehen feiern. Die Jubiläumsfeier fand am Pfingstmontag statt und war verbunden mit dem Gruppenfest der Sängergruppe II des Unterwesterwaldkreises. 15 Gastvereine nahmen an dieser Feier teil. Alle Vereinsmitglieder und die gesamte Einwohnerschaft von Gackenbach hatten keine Mühen gescheut, um dem Fest einen würdigen Rahmen zu geben, und so wurde dieses Jubiläum zum Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Der Festplatz mit Festzelt war im oberen Wiesengrund.

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1951
Am 30. September 1951 legte Dirigent Reinhold Stahl sein Amt nieder; danach übernahm Herr Lehrer Josef Metternich den Dirigentenstab.

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1953
Am 12. Juli 1953 nahm der Verein an einem Gesangwettstreit in Bettendorf im Taunus teil. Unter der Leitung von Lehrer Metternich konnte er dort zum ersten Mal in seiner Geschichte den 1. Preis im Klassensingen erringen.

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1955-1957
Der Besuch des Wettstreites am 17. Juli 1955 in Frechenhausen brachte uns mit dem 2. Hauptehrenpreis ebenfalls einen schönen Erfolg. Die bei diesem Sängertreffen mit dem MGV "Eintracht" Hülscheiderbaum geknüpfte Freundschaft wurde lange Jahre gepflegt und führte am 25. und 26. Mai 1957 zu einem schönen Ausflug unseres Vereins zu unseren Sangesfreunden nach Hülscheiderbaum.

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1959
Am 28. Juni 1959 besuchte unser Verein den Gesangswettstreit in Aull und errang den 1. Preis im Ehrensingen und jeweils den 3. Preis im Klassensingen und höchsten Ehrensingen.

Das 60-jährige Bestehen des Vereins wurde am 21. November 1959 nicht in der üblichen Form eines Sängerfestes, sondern im Rahmen eines großen Familienabends begangen, zu dem auch alle ehemaligen Mitglieder und Freunde des Vereins eingeladen waren. Diese Jubiläumsfeier im kleinen Rahmen fand bei allen Teilnehmern einen sehr guten Anklang.

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1961
Im Jahre 1961 legte Lehrer Metternich wegen seiner Versetzung nach Koblenz das Amt des Chorleiters nieder, das er mehr als 10 Jahre bekleidet hatte. Sein Nachfolger wurde Josef Hoss aus Bergnassau-Scheuern.

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1963
In der Jahreshauptversammlung am 12. Januar 1963 stellte unser langjähriger Vereinspräsident Alois Jung aus gesundheitlichen Gründen sein Amt zur Verfügung, das er über 25 Jahre zum Wohle des Vereins ausgeübt hatte. An seine Stelle wurde Alfred Schlosser zum 1. Vorsitzenden gewählt. Gleichzeitig wurde Alois Jung für seine Verdienste um den Verein zum Ehrenpräsidenten ernannt.

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1966
Am 17. Juli 1966 nahm unser Verein an einem Gesangwettstreit in Bendorf teil. Mit dem 2. Preis im Klassen- und Ehrensingen und dem 1. Preis im Hauptehrensingen konnten wir unter der Leitung von Herrn Hoss einen außerordentlich guten Erfolg erringen.

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1969
Aus Anlass seines 70-jährigen Bestehens veranstaltete unser Verein am 5. Juli 1969 auf dem großen Parkplatz vor dem Wild- und Freizeit-Park ein Waldfest, an dem 14 befreundete Gesangvereine teilnahmen. Begünstigt durch schönes Wetter nahm diese Jubiläumsfeier einen guten Verlauf.

Seit dem 1. Mai 1969 haben die Vereinsmitglieder im Auftrag der Ortsgemeinde das Kassieren der Parkgebühren am Wild- und Freizeit-Park an Sonn- und Feiertagen übernommen, um dadurch dem Verein die finanzielle Grundlage zu sichern. Ein Anteil an den Parkgebühren fließt in die Vereinskasse.

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1970
Am 28. Juni 1970 nahm unser Verein an einem Gesangswettstreit in Hünsborn/Sauerland teil. Mit zwei 3. Preisen und einem 4. Preis war der Erfolg nur mäßig.

Am 1. November 1970 trat unser Chorleiter Josef Hoss nach fast zehnjähriger Tätigkeit aus beruflichen Gründen von seinem Amt zurück. Von da an übernahm Musikdirektor Gerhard Monreal aus Limburg die musikalische Leitung unseres Chores.

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1972
In der Jahreshauptversammlung am 7. Januar 1972 legte Alfred Schlosser nach 9-jähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzender aus beruflichen Gründen sein Amt nieder. An seine Stelle wurde Josef Born gewählt.

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1974
Das Jahr 1973 war neben den üblichen Aktivitäten überwiegend ausgefüllt mit den Vorbereitungen für das 75-jährige Stiftungsfest unseres Vereins im Jahre 1974. Die Feiern zum 75-jährigen Vereinsjubiläum fanden vom 7. bis 9. Juni 1974 statt. Auf dem Wasem zwischen Kirche und Friedhof, wurde ein großes Festzelt aufgestellt.
Am Festkommers am Freitagabend nahmen 7 Gastvereine teil. Das Freundschaftssingen am Samstagabend wurde von 15 Gesangvereinen mit gestaltet. An dem Festzug am Sonntagnachmittag und anschließendem Gruppensingen der Sängergruppe II beteiligten sich 12 Gruppenvereine.
Musikalisch umrahmt wurden die Festtage von einer original Bayrischen Musikkapelle aus Flintsbach am Inn, die bei allen Festbesuchern großen Anklang fand und den Feierlichkeiten einen besonderen Rahmen verlieh. Die Verbindung zu dieser Musikkapelle hatte ein Freund und Gönner unseres Vereins geknüpft und großzügiger Weise auch die Kosten übernommen. Als Schirmherr hatte sich der damalige Jagdpächter der Gemeinde, Herr Willy Müller aus Ransbach-Baumbach, zur Verfügung gestellt.
Trotz schlechter Witterung war das Fest sehr erfolgreich verlaufen und blieb noch lange in guter Erinnerung. Bei den Vorbereitungen und der Durchführung hatten sich außer den Vereinsmitgliedern auch die übrigen Einwohner vorbildlich eingesetzt. Zum Dank wurden alle Helfer am 14. September 1974 zu einem Grillfest am Schützenhaus "Auf der Dick" eingeladen.

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1975
In der Generalversammlung am 17. Januar 1975 gab es einen Wechsel im Amt des 2. Vorsitzenden. An die Stelle von Alfred Schlosser trat Josef Wilhelmi.
Am 8. Juni 1975 nahm unser Verein am Gruppensingen in Eitelborn teil, das als Kritiksingen ausgerichtet wurde. Mit der Gesamtbeurteilung "sehr gut" erreichten wir ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis.
Am 9. August 1975 unternahmen wir einen ganztägigen Ausflug mit zwei Bussen. Die Hinfahrt führte durch das Rheintal bis zum Siebengebirge, die Heimfahrt durch das Siegtal und über den nördlichen Westerwald zurück.

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1976
Am 4. April 1976 nahm unser Verein am Kreisleistungssingen in Herschbach/Uww. und am 27. Juni an dem Gruppenkritiksingen in Ettersdorf mit durchschnittlichem Erfolg teil.
Am 17. Juli 1976 richtete der Verein erstmalig einen Wandertag für die aktiven Mitglieder aus. Diese Veranstaltung fand so guten Anklang, dass sie zu einer ständigen Einrichtung wurde. Der Wandertag wurde von da an jährlich für alle Vereinsmitglieder durchgeführt und findet regelmäßig seinen Abschluss in der Grillhütte "Auf der Dick".

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1977
Vom 6. bis 9. Oktober 1977 unternahm der Verein einen mehrtägigen Ausflug nach Flintsbach als Gegenbesuch zu der Musikkapelle, die an unserem 75-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1974 gespielt hat. Die Unterkunft und Verpflegung hatten unser ehemaliger Sangesbruder Gerhard Wilhelmi aus Dies und seine Frau Gerti in ihrem Heimatort Fischbach, dem Nachbarort von Flintsbach, vorbildlich organisiert. Neben dem Treffen mit unseren Musikfreunden aus Flintsbach war die Besichtigung der Alpenregion um Berchtesgaden für alle Ausflugsteilnehmer ein großartiges Erlebnis.

Im Rahmen unseres Chorkonzertes am 26. November 1977 in der Buchfinkenlandhalle in Hübingen wurden mehrere Sängerjubilare für langjährige aktive Sängertätigkeit mit Ehrennadeln und Urkunden ausgezeichnet, darunter für 50 Jahre Sangestreue die Sangesbrüder Josef Jung, Josef Keul und Gregor Stahlhofen.
Das Wertungssingen der Sängergruppe II richtete am 2. Juli 1978 der MGV "Concordia" Stahlhofen aus. Unser Verein erreichte dabei das Gesamtprädikat gut.

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1979
Der mehrtägige Ausflug nach Flintsbach im Jahre 1977 hatte derart gute Eindrücke hinterlassen, dass in der Jahreshauptversammlung am 16. März 1979 der Beschluss gefasst wurde, in Zukunft regelmäßig alle zwei Jahre einen solchen Ausflug durchzuführen. Als nächster Termin wurde der 11. bis 14. Oktober 1979 festgelegt. Schladming in Österreich wurde als Ausflugsziel ausgewählt auf Anregung einiger Skatbrüder aus dem Verein, die mit ihren Skatausflügen dorthin gute Erfahrungen gemacht hatten. Unsere Skatbrüder hatten nicht zuviel versprochen. Unterkunft und Verpflegung im Forellenhof Hochfellner waren bestens. Höhepunkte im umfangreichen Ausflugsprogramm waren die Österreichische Ramsau und der Dachssteingletscher.
Am 8. November 1979 feierte unser Verein sein 80-jähriges Bestehen im Rahmen eines großen Chorkonzertes in der Buchfinkenlandhalle in Hübingen. Mehrere Vereinsmitglieder wurden für 25 Jahre und unser Ehrenpräsident Alois Jung für 50 Jahre aktive Sängertätigkeit geehrt.

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1980
In der Jahreshauptversammlung am 4. Januar 1980 legte Josef Keller sein Amt als Schriftführer nieder, das er seit 1963 bekleidete. Die Führung der Chronik mit dem jährlichen Tätigkeitsbericht des Vereins behielt er aber zur Zufriedenheit aller Versammlungsteilnehmer bei. Als Schriftführer wurde Heinz Kischkel gewählt. In dieser Versammlung wurde beschlossen in Zukunft die Amtszeit des Vorstandes auf zwei Jahre zu verlängern.

Am 1. April 1980 trennte sich der Verein von Chorleiter Gerhard Monreal nach 10-jähriger Amtszeit. Sein Nachfolger wurde Heinz Reichwein aus Elz.
Im Laufe des Jahres 1980 waren die beiden Nachbarvereine MGV "Cäcilia" Horbach und Gackenbach übereingekommen, in Zukunft die jährlichen Konzerte gemeinsam zu gestalten. Das erste Gemeinschaftskonzert wurde am 6. Dezember 1980 mit großem Erfolg durchgeführt.

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1981
In der Jahreshauptversammlung am 9. Januar 1981 wurde zum ersten Mal der Vorstand für zwei Jahre gewählt. Die Vereinssatzung wurde entsprechend geändert.
Am 14. Juni 1981 nahm der Verein erstmals mit dem neuen Chorleiter Reichwein an einem Wertungssingen anlässlich des Gruppenfestes beim MGV "Lyra" Kadenbach mit gutem Erfolg teil.

Der mehrtägige Ausflug vom 15. bis 18. Oktober 1981 führte uns diesmal nach Simmerberg im Allgäu, dem Wohnort unseres früheren Sängers Ägidius Wilhelmi. Auch dieser Ausflug hat allen Teilnehmern viel Freude gemacht.

Das Gemeinschaftskonzert mit dem MGV "Cäcilia" Horbach fand am 14. November 1981 statt und war wieder ein großer Erfolg.

Im Jahre 1981 wurden einheitliche dunkle Anzüge für alle Sänger angeschafft, die zum überwiegenden Teil aus der Vereinskasse finanziert wurden, damit der Verein bei öffentlichen Auftritten ein besseres äußeres Erscheinungsbild bot.
In der Folgezeit nahm unser Verein unter der bewährten Leitung von Chorleiter Reichwein einen beachtlichen Aufschwung. Insbesondere viele junge Sänger fanden den Weg in unsere Reihen, so dass die Zahl der Aktiven auf über 40 anstieg.

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1982
Auch im Jahre 1982 wurde wieder am 2. Oktober ein Gemeinschaftskonzert mit unserem Nachbarverein MGV "Cäcilia" Horbach durchgeführt.

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1983
Der schon zur Tradition gewordene mehrtägige Ausflug führte uns im Jahre 1983 nach Perlesreuth im Bayrischen Wald. Vom 29. September bis zum 2. Oktober hatten wir im Gasthaus Gruber Quartier bezogen. Da die Chefin eine gebürtige Westerwälderin war, fühlten wir uns sofort heimisch. Auch dieser Ausflug mit Besichtigung des Passauer Domes und vieler anderer Sehenswürdigkeiten war ein eindrucksvolles Erlebnis.

Am 12. November 1983 wurde von den beiden Cäcilia-Chören Gackenbach und Horbach wieder ein Gemeinschaftskonzert im Buchfinkenzentrum veranstaltet.

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1984
Vom 25. bis 27. Mai 1984 feierte unser Verein im Buchfinkenzentrum sein 85-jähriges Bestehen mit einem Sängerfest, verbunden mit dem Gruppensingen der Sängergruppe II. An den Veranstaltungen nahmen 27 Vereine teil. Während des Festkommerses am Freitagabend wurden unser Vizechorleiter Alois Schmidt für 25-jährige und unser Chronist Josef Keller für 50-jährige Sangestreue geehrt. Am Samstagabend wurde ein Freundschaftssingen mit acht Gastvereinen durchgeführt. Die musikalische Umrahmung oblag an beiden Abenden der Kapelle "Rio" aus Elz.
Am 30. September 1984 nahm unser Verein nach vielen Jahren wieder an einem Sängerwettstreit in Nentershausen teil. Wir traten in der Klasse M4 gegen drei Mitbewerber an. Die Sänger konnten es kaum fassen, als das Ergebnis bekannt gegeben wurde. In allen drei Kategorien hatten wir den 1. Preis gewonnen, und unser Chorleiter Reichwein erhielt folgerichtig auch den 1. Dirigentenpreis. Das war der größte Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte und sicher in erster Linie ein Verdienst der intensiven Probearbeit unseres Chorleiters. Nach der Rückkehr wurde der Verein von den Sängerfrauen im geschmückten Vereinslokal mit großem Jubel empfangen und der Erfolg ausgiebig gefeiert.

Das Gemeinschaftskonzert mit unserem Nachbarverein aus Horbach fand im Jahre 1984 am 10. November im Buchfinkenzentrum statt.

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1985
In der Generalversammlung am 11. Januar 1985 brachte die Neuwahl des Vorstandes einige Veränderungen. Unter anderem legten Heinz Kischkel als Schriftführer und Josef Keller als Chronist ihre Ämter nieder. Josef Keller hatte dieses Amt von 1950 bis 1953 und von 1963 bis 1985 also insgesamt 27 Jahre lang ausgeübt. An ihre Stelle wurde Ulrich Weidenfeller als Schriftführer gewählt.
Vom 3. bis 6. Oktober 1985 wurde turnusmäßig der mehrtägige Ausflug diesmal nach Triberg im Schwarzwald durchgeführt. Dabei wurden so schöne Ziele wie die Insel Mainau im Bodensee, die romantische Stadt Freiburg und der Titisee im Schwarzwald aufgesucht.

Am 16. November 1985 fand das 6. gemeinschaftliche Herbstkonzert mit dem MGV "Cäcilia" Horbach statt und lockte erfreulich viele Zuhörer an.

Am 8. Dezember 1985 wurde von unserem Verein gemeinsam mit dem MGV "Frohsinn" Hübingen die von Hans Lingerhand komponierte Westerwälder Mundart-Messe im Rahmen eines Kirchenkonzertes in der Pfarrkirche uraufgeführt. Diese Veranstaltung fand einen besonders guten Anklang.

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1986
Im Rahmen des 7. Gemeinschaftskonzertes der beiden Cäcilien-Chöre Gackenbach und Horbach am 6. Dezember 1986 wurden vier Sänger unseres Vereins für 40-jährige aktive Sängertätigkeit mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

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1987
Am 12. Februar 1987 verstarb unser Ehrenvorsitzender Alois Jung und wurde am 16. Februar zu Grabe getragen. Die Sänger gaben ihrem verdienten Sangesbruder das letzte Geleit. Alois Jung hatte den Verein von 1938 bis 1963 also 25 Jahre als 1. Vorsitzender geleitet.
Am 24. Mai 1987 nahm unser Verein an einem Chorwettbewerb in Karlstein-Dettingen am Main teil. In einer Gruppe mit vier Chören konnten wir nur einen enttäuschenden letzten Platz belegen.
Der mehrtägige Ausflug vom 1. bis 4. Oktober 1987 führte uns diesmal in den Harz; unser Quartier war in Duderstadt-Fuhrbach. Neben der mittelalterlichen Stadt Goslar mit der Kaiserpfalz und den vielen markanten Fachwerkhäusern war die Besichtigung der Zonengrenze für alle Teilnehmer ein beeindruckendes Erlebnis.
Das 10. Gemeinschaftskonzert der Reichwein-Chöre wurde in diesem Jahr von unserem Verein am 27. Oktober 1987 im Buchfinkenzentrum ausgerichtet und von neun Chören unter der Leitung von Chorleiter Reichwein musikalisch gestaltet.
Mit unserem Nachbarverein aus Horbach veranstalteten wir am 14. Nov. 1987 auch wieder ein Gemeinschaftskonzert. Als Solist trat dabei der Mainzer Hofsänger, Hans-Albert Demmer, auf und erhielt für seine Solovorträge starken Applaus.

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1988
Am 10. Juli 1988 nahm unser Verein an einem Sängerwettstreit in Wicker bei Flörsheim am Main teil. Dabei konnten wir in unserer Gruppe gegen drei Chöre den 1. Preis im höchsten Ehrensingen und im Chor B den 2. Preis erringen. Dies bedeutete einen weiteren schönen Erfolg mit unserem Chorleiter Heinz Reichwein.
Da das bisher vom Verein genutzte Klavier mit der Zeit altersschwach geworden war, wurde im Jahre 1988 erstmals in der Vereinsgeschichte ein eigenes Klavier angeschafft. An den Anschaffungskosten haben sich dankenswerter weise die Ortsgemeinde, der Westerwaldkreis und ein Förderer des Vereins beteiligt.
Da im Laufe des Jahres Meinungsverschiedenheiten mit unserem Nachbarverein Horbach über die Gestaltung des jährlichen Gemeinschaftskonzertes aufgetreten waren, hat unser Verein am 12. November 1988 wieder ein eigenständiges Herbstkonzert mit gutem Erfolg durchgeführt.

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1989
Vom 2. bis 4. Juni 1989 feierte unser Verein mit einem Sängerfest im Buchfinkenzentrum verbunden mit dem Gruppensingen der Sängergruppe II sein 90-jähriges Bestehen. Insgesamt 29 Gastvereine waren der Einladung zur Mitgestaltung des Festes gefolgt. Während des Festkommerses am Freitagabend wurden drei Sänger unseres Vereins für langjährige Treue ausgezeichnet, darunter Sangesbruder Hermann Weidenfeller für 50 Jahre. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom DRK-Blasorchester Daubach. Dank der Mithilfe aller Vereinsmitglieder und einer großen Anzahl der übrigen Dorfbewohner konnte auch dieses Fest erfolgreich gestaltet werden.
Turnusmäßig stand in diesem Jahr auch wieder ein mehrtägiger Ausflug an, der vom 5. bis 8. Oktober 1989 durchgeführt wurde. Reiseziel war diesmal die altehrwürdige Hansestadt Hamburg. Natürlich wurde hier neben dem Hafen und dem berühmten Fischmarkt auch Deutschlands bekanntestes Vergnügungsviertel, die Reeperbahn, besucht. Auf dem Heimweg am Sonntag wurde noch der Vogelpark in Walsrode besichtigt.

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1990
Beim Wertungssingen der Sängergruppe II am 30. September 1990, ausgerichtet vom MGV "Mozart" Eitelborn, hat unser Verein in beiden Liedvorträgen das Prädikat "sehr gut" erhalten.
Am 7. Okt. 1990 beteiligte sich unser Verein am Sängerwettstreit des MGV "Germania" Elz. Mit einem II., zwei III. und einem IV. Preis war der Erfolg nur mäßig.
Bei unserem Herbstkonzert am 17. Nov. 1990 wurde Chorleiter Heinz Reichwein für 10-jährige Chorleitertätigkeit in Gackenbach geehrt.

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1991
Der mehrtägige Ausflug vom 10. bis 13. Oktober 1991 nach Finkenberg im Zillertal bot den Ausflugsteilnehmern die Gelegenheit, die schöne Alpenlandschaft des Zillertales und seiner Umgebung kennen zu lernen.
Am 8. Dezember 1991, dem 2. Adventssonntag, veranstaltete unser Verein in der Pfarrkirche ein Kirchenkonzert, das von der Parforcehorn-Gruppe der Kreisjägerschaft Solingen mitgestaltet wurde. Dieses Konzert fand bei der Zuhörerschaft großen Anklang.

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1992
Im Rahmen unseres Herbstkonzertes am 14. November 1992, bei dem unter anderen das Frauen-Sextet "Junge Kantorei" Staffel mitwirkte, erhielten drei Sänger für 40-jährige und ein Sänger für 25-jährige Sängertätigkeit ihre Ehrennadeln und Urkunden.
Zum Ende des Jahres 1992 trennte sich der Verein nach fast 13-jähriger Zusammenarbeit von seinem Chorleiter Reichwein.

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1993
In der Jahreshauptversammlung am 8. Januar 1993 ist Sangesbruder Antonius Wilhelmi nach 40-jähriger Zugehörigkeit aus dem Vorstand ausgeschieden. Von 1954 bis 1962 war er als Schriftführer und von 1963 bis 1993 als Kassierer tätig. Zum neuen Kassierer wurde Peter Schlosser gewählt.

Als neuer Chorleiter wurde Anfang 1993 Herr Peter Stockschläder aus Montabaur auserkoren.
Sangesbruder Winfried Schmidt hatte im Frühjahr 1993 aus eigener Initiative einen Kursus für Vizechorleiter absolviert und übernahm danach dieses Amt.

Im Herbst 1993 war wieder vom 14. bis 17. Oktober ein mehrtägiger Ausflug an der Reihe. Diesmal war die Stadt Dresden mit ihrem reichen Schatz an Sehenswürdigkeiten als Ziel ausgesucht worden. Daneben stand auch noch die Wartburg in Eisenach und das Elbsandsteingebirge auf dem Besichtigungsprogramm. Für die meisten Ausflugsteilnehmer war dies der erste Aufenthalt in den neuen Bundesländern.

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1994
Unser bisheriges Vereinslokal "Zum Wiesengrund", in dem der Verein von Anfang an seinen Stammsitz hatte, wurde leider im Frühjahr 1994 geschlossen. Dadurch waren wir gezwungen uns ein neues Probelokal zu suchen, das wir auch schnell im Saalbau des Gasthauses "Buchfinkenland" fanden.
Nach gut einem Jahr Chorleitertätigkeit des Herrn Stockschläder kam man zu der Erkenntnis, dass der Zusammenarbeit mit ihm kein Erfolg beschieden ist. Deshalb hielt es der Verein für ratsam, sich nach einem anderen Chorleiter umzusehen. Die Wahl fiel diesmal auf den jungen Chorleiter Matthias Labonte aus Horbach, der dann ab April 1994 die musikalische Leitung des Chores übernahm.
Vom 1. bis 3. Juli 1994 fanden die Feierlichkeiten aus Anlass des 95-jährigen Bestehens unseres Vereins im Buchfinkenzentrum statt. Am Kommersabend wurden gleich sieben Sänger für langjährige Vereinstreue geehrt; unser langjähriger Schriftführer Josef Keller erhielt für 60-jährige Sängertätigkeit die Ehrennadel mit Schleife und eine Ehrenurkunde. Nach dem Freundschaftssingen am Samstagabend mit den Vereinen unserer Sängergruppe und anderen befreundeten Chören klang das Fest am Sonntagvormittag mit einem musikalischen Frühschoppen aus.

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1995
Bereits nach einjähriger Zusammenarbeit mit seinem jungen Chorleiter Matthias Labonte konnte sich unser Chor bei dem Meisterchorsingen der I. Stufe am 2. April 1995 in Girod für die Teilnahme zur II. Stufe qualifizieren.
Der zur lieben Gewohnheit gewordene mehrtägige Ausflug fand diesmal vom 30. September bis 3. Oktober 1995 statt mit dem Ziel Lenzkirch im Schwarzwald. Hierbei wurde auch wieder die Gelegenheit genutzt, berühmte Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen. Auf dem Besichtigungsprogramm standen unter anderem der Feldberg als höchste Erhebung des Schwarzwaldes, die Stadt Collmar im Elsaß und der Rheinfall bei Schaffhausen.

Bei unserem Herbstkonzert am 21. Okt. 1995 konnten wir mit unseren Liedvorträgen unter Beweis stellen, dass wir von unserem neuen Chorleiter schon viel gelernt hatten.

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1996
Am 16. Juni 1996 nahm unser Verein an einem Chorwettbewerb des MGV 1866 Eitelborn teil. Mit dem 4. und letzten Platz in unserer Klasse war das Ergebnis sehr enttäuschend. Diese Scharte konnten wir aber beim folgenden Wettstreit des MGV "Frohsinn" Staudt am 23. Juni wieder ausmerzen. Mit dem 1. Klassenpreis und dem 2. Ehrenpreis errangen wir in der Klasse M3 gegen vier weitere Chöre einen schönen Erfolg.

Anstelle des jährlichen Wandertages fand am 8. September 1996 eine Ausflugsfahrt nach Eltville im Rheingau statt, wo wir unserem ehemaligen Pfarrer Rehberg einen Besuch abstatteten.
Im Rahmen unseres Herbstkonzertes am 26. Oktober 1996 wurden vier Sänger, nämlich die Sangesbrüder Karl Born, Alfons Weidenfeller, Antonius Wilhelmi und Josef Wilhelmi für 50 Jahre und ein Sänger für 25 Jahre Sangestreue mit Ehrennadeln ausgezeichnet.

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1997
In der Jahreshauptversammlung am 10. Januar 1997 übernahm Hermann-Josef Schneider das Amt des 2. Vorsitzenden, nachdem Winfried Schmidt nicht mehr für dieses Amt zur Verfügung stand.
Beim Regionalsingen am 27. April 1997 in Neitersen, das als zweite Stufe für das Meisterchorsingen gewertet wurde, konnte sich unser Chor leider noch nicht für die nächste Stufe qualifizieren.
Auch beim Gesangwettstreit unseres Nachbarvereins aus Horbach am 24. Mai 1997 konnten wir keinen der vorderen Plätze erringen.
Der Chorwettbewerb am 29. Juni 1997 in Oberolm brachte uns auch nur einen 3. Platz ein.
Aber beim Gruppensingen am 13. Juli 1997 in Eitelborn erreichten wir mit der Wertung "hervorragend" die Tagesbestnote.
Der mehrtägige Ausflug vom 9. bis 12. Oktober 1997 führte uns diesmal nach Eisenberg/Zell im Allgäu. Unser 2. Vorsitzender hatte im Hotel "Bären" Quartier bestellt. Dank der freundlichen Aufnahme und guten Bewirtung fühlten sich die Ausflugsteilnehmer sehr wohl. Neben der herrlichen Allgäuer Landschaft konnten zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die Wieskirche, das Kloster Ottobeuren, das meteorologische Observatorium Hohenpeißenberg und vieles mehr besichtigt werden.

Am 8. Nov. 1997 fand unser jährliches Herbstkonzert statt.

Zur Vorbereitung des 100-jährigen Stiftungsfestes unseres Vereins im Jahre 1999 wurde ein Festausschuss gebildet, der in 1997 schon einige Sitzungen abhielt. Als Termin für die Jubiläumsfeier wurde das Wochenende nach Pfingsten: Freitag, der 28. Mai bis Sonntag, der 30. Mai 1999, festgelegt.

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1998
Am 25. April 1998 nahm unser Verein am Regionalleistungssingen in Nickenig teil als Stufe II zum Meisterchorsingen. Diesmal gelang uns die Qualifikation für die nächste Stufe.
Gesanglicher Höhepunkt des Jahres 1998 war der Gesangwettstreit am 13. Juni in Kirrlach. In der Klasse M2 konnten wir alle ersten Preise erringen; dazu erhielt unser Chorleiter Mathias Labonte den 1. Dirigentenpreis.

Am 24. Oktober 1998 veranstaltete unser Verein sein alljährliches Herbstkonzert zusammen mit fünf Gastvereinen. Im Verlaufe des Konzerts wurden drei Sänger für langjährige Vereinstreue mit Ehrennadeln ausgezeichnet.
Im Laufe des Jahres 1998 tagte noch mehrmals der Festausschuss, um die Vorbereitungen für das 100-jährige Stiftungsfest fortzuführen.

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1999
Die Jahreshauptversammlung am Freitag, dem 8. Januar 1999, bildete die Auftaktveranstaltung im Jubiläumsjahr 1999. Wegen der bevorstehenden Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen wurden die eigentlich anstehenden Vorstandswahlen auf die nächste Jahreshauptversammlung im Jahre 2000 verschoben. 1. Vorsitzender Josef Born konnte insbesondere über die geplanten Aktivitäten im Festjahr berichten. Festausschuss und Vorstand hatten in zahlreichen Festausschusssitzungen eine gute Vorarbeit geleistet, die Eckpflöcke waren eingerammt. Der 1. Vorsitzende Josef Born appellierte an alle Vereinsmitglieder, sich bei den Festveranstaltungen zu engagieren und mitzuhelfen.

Mitmenschen Freude zu bereiten, ist ein erklärtes Ziel unserer Sänger. Gelegenheit hierzu hatte der Chor, als er am Sonntag, dem 10. Januar, ein Kirchenkonzert in der Kapelle des Altenheimes Horbach gab. Weihnachtliches und kirchliches Liedgut erklang im Gottesraum und konnte über die Hausanlage auch in die Zimmer der bettlägerigen Seniorinnen und Senioren übertragen werden. Bruder Christoph wusste zu berichten, dass wir nicht nur den Konzertbesuchern, sondern allen Heimbewohnern einen schönen nachweihnachtlichen Nachmittag beschert hatten.

Mit einem Festgottesdienst am Sonntag, dem 14. März, eröffnete die Sängerschar die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen. In diesem Gottesdienst, der von Pfarrer Dieter Thon gehalten wurde, gedachten die Sänger bei ihren Liedvorträgen insbesondere der gefallenen und verstorbenen Vereinsmitglieder der letzten 100 Jahre. An den Gottesdienst schloss sich ein Friedhofsbegang an, bei dem in der Friedhofskapelle im Gedenken an diese Verstorbenen ein Kranz niedergelegt wurde.

Dank der tatkräftigen Hilfe und Unterstützung aller Vereinsmitglieder, der Ehefrauen und aus der Dorfbevölkerung war das Fest zum 100-jähirgen Bestehen in organisatorischer Hinsicht als bestens gelungen einzustufen. Zum Festkommers am Freitag, 28. Mai 1999, waren die Nachbarvereine aus Horbach und Hübingen, der Kirchenchor sowie das Vocalensemble cannibale vocale eingeladen. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Musikverein aus Guckheim. Zahlreiche Ehrengäste waren der Einladung gefolgt. Neben dem Schirmherrn Landrat Peter Paul Weinert konnte 1. Vorsitzender Josef Born unseren Pfarrer Dieter Thon, den Kreisvorsitzenden des Sängerkreises Unterwesterwald Herrn Willy Fries, unsere Jagdpächter und langjährigen Gönner Karl-Heinz Eickenberg und Ulrich Weck, Bruder Christoph Heun vom Alten- und Pflegegeheim Horbach, die Ehrenmitglieder sowie einige Sänger, die den Verein nach dem 2. Weltkrieg wieder ins Leben gerufen hatten, begrüßen. In die Schar der Gratulanten reihten sich neben Ortsbürgermeister Hans Ulrich Weidenfeller auch die Vorsitzenden der örtlichen Vereine ein. Besonders zu danken gilt es auch an dieser Stelle noch einmal den Gratulanten, die mit Geldspenden die Vereinsarbeit in den nächsten Jahren erst ermöglichen. Im Verlaufe des Festkommerses wurden drei verdiente Sänger von Kreisvorsitzendem Willi Fries geehrt: Sangesbruder Josef Keller steht seit 65 Jahren aktiv in den Reihen des Vereines; Bernhard Wilhelmi erhielt die Ehrennadel für 50-jährige Sängertätigkeit und Ulrich Weidenfeller wurde für 25 Sängerjahre geehrt.

Für Samstag, den 29. Mai, hatten die Sänger sich die Lustigen Schilehrer aus dem Stubaital eingeladen. 4 kernige Jungs, die mit zünftiger Musik, lockeren und markigen Sprüchen und einer tollen Bühnenshow ihr Publikum begeistern sollten. Sie hatten nicht zuviel versprochen. Zunächst war im Vorfeld schon einmal die Rechnung des Festausschusses aufgegangen. Trotz anfänglicher Zurückhaltung konnten wir abends zufrieden eine volle Halle und über 400 verkaufte Eintrittskarten zur Kenntnis nehmen. Und die vier Musiker aus Österreich, die am frühen Nachmittag mit einem bis unters Dach vollbepackten Lieferwagen angereist waren, taten Ihr Übriges dazu. Ruck Zuck stand die Halle Kopf; das Publikum, unter dem sich auch einige Fan-Clubs der Schilehrer aus dem ganzen Westerwald befanden, kam schnell in Stimmung und bis tief in die Nacht war im Buchfinken-Zentrum der Teufel los. Um es auf neudeutsch zu sagen: Das Ding war voll geil! Noch in der Nacht hieß es dann aber: Ab- und Umbau! Erneuter Szenenwechsel, denn am Sonntag, dem 30. Mai, fand schon morgens um 10.00 Uhr das Gruppensingen der Sängergruppe II Unterwesterwald bei uns statt.

Während in der Halle noch die letzten Vorbereitungen liefen, machte sich bereits eine kleine Abordnung des Vereines auf den 2-stündigen Weg nach Speyer. Vorsitzender Josef Born, der von Alfons und Sebastian Weidenfeller und Christian Born, als Fahrer, begleitet wurde, konnte an diesem Sonntag morgen in der Stadthalle Speyer aus der Hand von Staatsministerin Rose Götte die Zelter-Plakette entgegennehmen: eine besondere Auszeichnung, die Vereine erhalten, die sich mindestens 100 Jahre um den Chorgesang verdient gemacht haben.

Das Gruppensingen der Sängergruppe war in den letzten Jahren immer davon geprägt, dass alle Gruppenvereine sich hierbei mit einigen Liedvorträgen präsentierten. Oft mündete dies lediglich in einem Heruntersingen des Liedgutes, selten waren alle Vereine während der gesamten Veranstaltung in der jeweiligen Halle anzutreffen. Kurz um, der Ablauf sollte geändert werden, es galt, neue Wege zu beschreiten. Neuer Wind ist immer gut, so sagt man, aber es ist nicht immer einfach, neue, und insbesondere noch unausgegorene Ideen umzusetzen. Unser Chor war hiervon besonders betroffen, weil wir in diesem Jahr Ausrichter des Gruppensingens und damit das Versuchskaninchen waren. So konnten wir an diesem Morgen den MGV aus Daubach-Stahlhofen, den Gesangverein Niederelbert, Salto vocale, einen Chor des Musikgymnasiums Montabaur, sowie einen Projektchor, der aus Sängern der Männergesangvereine Horbach, Montabaur und Welschneudorf bestand, bei uns begrüßen. Insbesondere der Vortrag des Projektchores, der von einem Bläserensemble und einem Solisten begleitet wurde, muss hier durchaus erwähnt werden.

In den frühen Morgenstunden des 3. Juli 1999 verstarb plötzlich und unerwartet unser langjähriger Sangesbruder und ehemaliger Vereinswirt Alfons Weidenfeller. Alfons hatte sich in langen Jahren besonders um den Verein verdient gemacht. Da bei der Trauerfeier mit zahlreichen Trauergästen zu rechnen war, war es für die Sänger selbstverständlich, die Herrichtung des Buchfinken-Zentrums zu übernehmen. Am Mittwoch, dem 7. Juli nahm der Chor auf dem Gackenbacher Friedhof Abschied von seinem Sangesbruder, Vorsitzender Josef Born legte einen Kranz nieder.

Bei den Festtagen im Mai gab es viele Helferinnen und Helfer. Ihnen konnte der Verein im Rahmen eines Helferfestes, das am Samstag, dem 18. September, im Pfarrheim stattfand, noch einmal besonders Dank sagen.

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk machten sich die Sänger selbst, als sie zu einem Kirchenkonzert auf Sonntag, den 3. Oktober in die Pfarrkirche einluden. Ein besonderes Geburtstagsgeschenk insofern, als man sich drei besondere Künstler für dieses Konzert eingeladen hatte. Ladies first: Mit der im heimischen Raum bekannten Sopranistin Carola Höwer aus Oberahr war dem Chor ein guter Griff gelungen. Es geht ohne Wertung weiter: Martin Stadtfeld, inzwischen weit über den heimischen Raum hinaus bekannter Pianist aus Gackenbach, wusste mit seinem filigranen Spiel am Flügel zu begeistern - die Appassionata von Ludwig van Beethoven war sein Gastgeschenk. Besonderen Beifall erhielt das Ensemble 85 aus Saarbrücken unter der Leitung von Martin Folz für seine Darbietungen, bei denen insbesondere die Spirituals dem Publikum zu gefallen schienen. Klangvoller Abschluss des Konzertes, das sicherlich der musikalische Höhepunkt im Festjahr war, war Mendelssohns Quintetto aus Psalm 42 mit den beiden Männerchören, herrlichem Sopransolo und Martin Stadtfelds Begleitung am Flügel.

In den vergangenen Jahren hatte sich unser Chor über das Kreisleistungs- und das Regionalsingen für den Meisterchorwettbewerb qualifiziert, der am 7. November in Nickenich stattfand. Der Titel Meisterchor wäre natürlich die Krönung im Festjahr gewesen. Es sollte aber nicht sein. Es wäre müßig, über die Gründe zu spekulieren, die letztendlich dazu führten, dass wir unsere Teilnahme kurzfristig abgesagt haben. Insgesamt waren Chorleiter und Vorstand der Meinung, dass insbesondere der Aufgabechor nicht zumindest mit dem Prädikat gut - und dies wäre die Mindestbewertung, die erreicht werden muss - zu bewältigen sei.

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2000
Vorsitzender Josef Born und auch der 2. Vorsitzende Hermann Josef Schneider hatten bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass sie für diese Positionen nicht mehr zur Verfügung stehen. In der Jahreshauptversammlung am Freitag, dem 7. Januar 2000, legten beide ihre Ämter nieder. In der sich anschließenden Neuwahl des Vorstandes wurde Ansgar Wilhelmi zum neuen 2. Vorsitzenden gewählt. Kassierer blieb weiterhin Peter Schlosser, Schriftführer Ulrich Weidenfeller sowie Beisitzer Jürgen Born und Martin Gilberg. Für den 3. Beisitzerposten waren Heiko Born, Andreas Ferdinand und Reiner Wilhelmi vorgeschlagen. Bei der sich anschließenden geheimen Abstimmung konnte sich Heiko Born mit 29 Ja-Stimmen durchsetzen. Für das Amt des 1. Vorsitzenden kandidierte Sangesbruder Andreas Ferdinand, er wurde mit 50 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen in dieses verantwortungsvolle Amt gewählt.
Josef Born war seit 1968 Mitglied des Vorstandes. Bereits 1970 übernahm er das Amt des 2. Vorsitzenden und 1972 übertrug ihm der Verein die Führungsposition, das Amt des Vorsitzenden. Stellvertretend für die Sänger und alle Mitglieder dankte Vorstandskollege Ulrich Weidenfeller dem verdienten Sangesbruder für seine langjährige engagierte Arbeit in Diensten des Vereins. Auf einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung wurde Josef Born mit sofortiger Wirkung zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Ja, und dann hieß es wieder: Fertig machen zur großen Fahrt. Am Morgen des 29. September machten sich insgesamt 43 Vereinsmitglieder auf den Weg, um fünf unterhaltsame und schöne Ausflugstage in Warmensteinach im Fichtelgebirge zu verbringen. Das Programm war sehr reichhaltig und beinhaltete eine Werksbesichtigung in Rödental - hier gibt es die weltbekannten Hummelfiguren - , eine Tagesreise nach Tschechien mit den beiden Zielorten Marienbad und Karlsbad, eine Besichtigung Kronachs sowie den Besuch der Festung Rosenberg und schließlich - auf der Heimfahrt - eine Besichtigung des Klosters Vierzehn Heiligen.

Am Sonntag, dem 10. Oktober, hieß es dann für die Sänger, ihr Können unter Beweis zu stellen. Gut vorbereitet durch Chorleiter Matthias Labonte galt es, sich beim Volksliederwettstreit in Obertiefenbach dem Wertungsgericht zu stellen. In der Klasse M5C errangen wir mit den Stücken Im Dorf da geht die Glocke schon, Zum Tanze da geht ein Mädel und Die Katz, die lässt das Mausen nicht den ersten Klassen-, den ersten Ehren- und den ersten Dirigentenpreis.
Ein Schuh, der den MGV derzeit noch gar nicht so arg drückt, ist die seit Jahren stagnierende Mitgliederzahl im Bereich der aktiven Sänger. Unverbesserliche Optimisten können natürlich einwenden, gleich bleibende Mitgliederzahlen seien doch schon etwas positives, geht doch in anderen Vereinen die Zahl der Sänger immer mehr zurück. Unser Problem ist aber nicht das einzelne Mitglied, unser Problem ist ein Generationenproblem. Heute und Morgen mag uns der derzeitige Zustand noch nicht schmerzen; in unseren Reihen stehen aber immerhin 13 Sänger, die das 60. Lebensjahr schon überschritten haben und Nachwuchs, junger Nachwuchs, ja der fehlt. Auch eine noch so gut gemeinte Werbeaktion im Frühjahr des Jahres 2000 - immerhin hatten wir über 100 Gackenbacher Männer zu einem Probebesuch eingeladen - zeigte keinerlei Resonanz.

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2001
Am Samstag, dem 26. Mai 2001, hatte der Vorstand alle Vereinsmitglieder zum diesjährigen Wandertag eingeladen. Über den Langenacker, Kirchähr, die Gelbachbrücke und den Gelbachtalwanderweg ging es bis zur ersten Jausenstation, der Almhütte über Dies. Bei einer zünftigen Vesper und einem kühlen Schluck, konnten hier die verbrauchten Akkus schnell wieder aufgeladen werden. Kaum hatte man Dies erreicht, zog es die vom warmen Wetter geplagten Wanderer bereits wieder an die Tränke. Im Tannenhof musste das eine oder andere Glas Bier zur Kühlung beitragen. Ein gelungener Wandertag endete schließlich an der Gackenbacher Grillhütte.

Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit musste investiert werden. Chorproben, gut besucht, in denen es wie am Schnürchen klappte, aber auch Chorproben, in denen der Chorleiter und die Sänger fast an Kleinigkeiten verzweifelten, gehörten dazu. Zur Vorbereitungszeit auf den Volksliederwettstreit in Altenhundem im Sauerland, den der dortige Männerchor Langenei veranstaltete. Eigentlich sagt ja der Volksmund, dass die Generalprobe schief gehen muss, damit der eigentliche Auftritt dann klappt. Aber, es gibt auch Ausnahmen. Schon nach der letzten Probe in Gackenbach - es war übrigens der 29. September - waren sich die Sänger einig: Wir sind gut vorbereitet, wir haben das drauf, wenn wir uns konzentrieren, können wir es heute packen.
Und es ist uns gelungen, gegen 4 weitere Chöre unserer Klasse errangen wir letztendlich den 2. Klassenpreis, den 1. Ehrenpreis und den 1. Dirigentenpreis. Lediglich im Klassensingen mussten wir uns dem Chor der Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein um einen Punkt geschlagen geben. Besonders zu erwähnen ist, dass erstmals in der Vereinsgeschichte zwei schwedische Volkslieder in der Originalsprache vorgetragen wurden.

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2002
In der Jahreshauptversammlung am 11. Januar 2002 begrüßte der 1. Vorsitzende Andreas Ferdinand 45 Vereinsmitglieder. Im Rahmen der Vorstandsneuwahl ergaben sich keine Veränderungen. Lediglich Beisitzer Martin Gilberg kandidierte nicht mehr. Die Position blieb mangels Vorschlägen unbesetzt.

Den Dorfwerkstätten der drei Buchfinkenlandgemeinden war die Idee entsprungen, einen gemeinsamen Kinder- und Jugendchor ins Leben zu rufen. Der Arbeitskreis Buchfinkenland nahm sich dieser Idee an. Die Arbeitsgruppe Kinder- und Jugendchor tagte erstmals am 17. Januar 2002. Von Vereinsseite waren in dieser und den folgenden Sitzungen die beiden Vorsitzenden und der Schriftführer vertreten. Innerhalb eines halben Jahres waren die Weichen gestellt, am Donnerstag, dem 28. August 2002, fand die erste Chorprobe des neuen Kinder- und Jugendchores Buchfinkenland statt. Wir alle, die Chöre des Buchfinkenlandes und die Kommunen sollten dennoch dieses zarte Gewächs hegen und pflegen.

Am Samstag, dem 16. März 2002, bot der MGV im Buchfinkenzentrum während seines Frühlingskonzertes ein gelungenes Konzertprogramm. Die bunte Frühlingsdekoration auf der Bühne und ein großer Strauß bunter Frühlingsmelodien sollten die Zuhörer auf die kommende Jahreszeit einstimmen. Zu Gast war an diesem Abend der Kinder- und Jugendchor Bad Emser Lerchen, den die Cäcilianer nicht zuletzt auch wegen der bevorstehenden und eben bereits beschrieben Gründung eines eigenen Kinder- und Jugendchores eingeladen hatte. Darüber hinaus trugen die Sangesfreunde aus Eschelbach und der MGV Cäcilia Kettig zum guten Gelingen des Konzertes bei. Drei jung gebliebene Tenöre - Erich Arle, Willi Labonte und Josef Schlosser sen. - konnte Vereinsvorsitzender Andreas Ferdinand an diesem Abend für 50-jährige aktive Mitgliedschaft in ihrem MGV ehren.

Die gesamte Probenarbeit des ersten Vierteljahres 2002 war auf die Teilnahme am Volksliederwettbewerb unseres Nachbarchores, des MGV Cäcilia Horbach, am Samstag, dem 25. Mai, ausgerichtet. Beim Festkommers, der bereits am Freitagabend stattfand, hatten wir gute Gelegenheit, die Wettstreitlieder unter Wettkampfbedingungen schon einmal vorzutragen. Ganz gelungen war dieser erste Auftritt nicht. Gut so, sagt doch ein altes Sprichwort, dass die Generalprobe schief gehen muss. Erwähnenswert ist vielleicht, dass der Wertungsrichter des Wettbewerbs, Professor Gert Frischmuth, bereits am Freitag im Buchfinken-Zentrum anwesend war und unseren Vortrag mitverfolgen konnte.
Gut vorbereitet, motiviert und von Chorleiter Matthias Labonte bestens eingestellt hieß es dann am 25.05.: So Männer, Butter bei die Fische! Jetzt zeigt einmal, was ihr drauf habt.
Was der Chorleiter sagte, war uns - zumindest an diesem Tag - Befehl. Das Ergebnis beschreibt die Westerwälder Zeitung folgendermaßen:
Eine überragende Leistung beim Volksliederwettbewerb zeigte in der Klasse M 4A der MGV Cäcilia Gackenbach, der mit Matthias Labonte fünf Mitkonkurrenten hinter sich ließ. Mit recht deutlichem Vorsprung gewannen sie den ersten Klassenpreis, bei dem zwei Volkslieder zusammen gewertet werden und den höchsten Ehrenpreis für die beste Interpretation eines Volksliedes. Matthias Labonte durfte sich auch noch über den ersten Dirigentenpreis freuen, der demjenigen Chorleiter zufällt, der bei allen Vorträgen die höchste Punktzahl erreicht.

Auf dem Höhepunkt seines Erfolges soll man abtreten. Fast so interpretieren könnte man nach dem gerade Gehörten die Botschaft Matthias Labontes, die Chorleitung unseres Vereines ab Juni 2002 in andere Hände zu geben. Seine Gründe waren beruflicher Art, vier Chöre konnte er Quasi so nebenbei nicht mehr mit dem Beruf unter einen Hut bekommen. Schon beim Wettstreit in Horbach wurden erste Kontakte geknüpft und - kaum zu erwarten - bis Anfang Juni kristallisierten sich zwei Namen für die Nachfolge heraus. Marco Herbert aus Leuterod, junger 21-jähriger Musikstudent, sowie Waltraud Schmidt, bekannte vierzigjährige Profichorleiterin aus Rhens. Zwei Probegesangstunden wurden abgehalten, Vertragsverhandlungen wurden geführt, mehrere Klaviersitzungen des Vorstandes fanden statt und dann stand das Ergebnis fest: Neuer Chorleiter ist ab Juni 2002 Marco Herbert.
Ums kurz zu machen: Einmal sprachen wirtschaftliche Aspekte für ihn, seine Honorarforderung war niedriger, zum anderen passt seine Art insgesamt besser zu uns. Waltraud Schmidt ist sicherlich eine überaus qualifizierte Musikerin und im Übrigen nicht nur schöner Anzuschauen als Marco Herbert, letztlich scheiterte ihre Verpflichtung an zu hohen Honorarvorstellungen. Im Nachhinein sind wir uns auch sicher: Unsere Entscheidung ist richtig. Wir sind mit Marco Herbert auf dem richtigen Weg.

Am 17. Juni 2002 verstarb plötzlich und unerwartet unser langjähriger aktiver Sangesbruder Josef Wilhelmi. Josef Wilhelmi stand nicht nur weit über 50 Jahre als Sänger in den Reihen unseres Chores, er war auch 32 Jahre lang Mitglied des Vorstandes. Der Chor gab dem verstorbenen Sangesbruder am Donnerstag, dem 20. Juni, das letzte Geleit und sang auf dem Friedhof zwei Lieder.

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2003
Am Sonntag, dem 6. April 2003, machte der Chor in Westerburg einen erneuten Anlauf, den Meisterchor-Titel zu erringen. Beim dortigen Kreisleistungssingen nahmen wir die erste Hürde. Wenn auch nicht mit Bravour, so ist es uns mit insgesamt 18,5 Punkten und einem Platz im Mittelfeld dennoch zufrieden stellend gelungen.

Auf den Volksliederwettbewerb in Kirchhundem, hierhin waren wir am Sonntag, dem 25. Mai 2003, angereist, hatte uns Marco Herbert bestens vorbereitet. Und wir konnten stolz sein, als es nach der Wertung einen ersten und zwei zweite Preise mit nach Hause zu nehmen galt. Ärgerlich, nur ein kleines Pünktchen fehlte uns letztendlich zum Klassensieg.

Am Sonntag, dem 19. Oktober 2003, fand das Regionalsingen der Region 2, das so genannte Bundesleistungssingen Stufe II, die zweite Stufe zum Meisterchor in Ochtendung statt. Auch unser Chor war gemeldet. Bestens aufgelegt präsentierten wir an diesem Tag unser Repertoire den beiden Wertungsrichtern, die die drei Liedvorträge mit zwei mal sehr gut und einmal gut bewerteten. Ein toller Erfolg.

Den traditionellen Männerchören bleibt die Puste weg, es fehlt uns allen an Sängerwuchs. Dieses Problem, das sich nicht nur unserem Chor stellt, wollte der Vorstand mit seiner Idee einer Schnupperchorprobe lindern, zu der er über 100 Gackenbacher Männer und Jugendliche im singfähigen Alter eingeladen hatte. Am 15. November 2003, samstags nachmittags, konnten Andreas Ferdinand und Chorleiter Marco Herbert dann auch 7 interessierte und neugierige Mitbürger begrüßen. Seit diesem Tag stehen drei neue Sänger Harry Adams, Tim Boulton und Manfred Linn - aktiv in unseren Reihen. Der Verein hat damit zurzeit 32 aktive Mitglieder, noch 4 oder 5 Sänger mehr würden uns in der einen oder anderen Stimme gut tun.

Zwei langjährige Stützen des Vereins, Josef Keller und Josef Born, sind in diesem Jahr verstorben. Josef Keller am 25. Juni und Josef Born am 17. Dezember. Josef Keller wäre in diesem Jahr für 70 Jahre aktive Mitgliedschaft im Verein geehrt worden, Josef Born erhielt noch kurz vor seinem Tod die Auszeichnung für 50-jährige aktive Mitgliedschaft. Beide Sänger haben sich auch in langjähriger Vorstandsarbeit um ihren MGV verdient gemacht. Josef Keller war lange Zeit Schriftführer, Josef Born 28 Jahre lang 1. Vorsitzender. Selbstverständlich begleiteten die Sänger ihre verstorbenen Sangesbrüder auf dem letzten Weg zum Friedhof und legten dort als letzten Gruß einen Kranz nieder.

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2004
In der Jahreshauptversammlung am Freitag, dem 9. Januar 2004, fanden Vorstands-neuwahlen statt. Vorsitzender Andreas Ferdinand, 2. Vorsitzender Ansgar Wilhelmi, Kassierer Peter Schlosser, Schriftführer Ulrich Weidenfeller und Beisitzer Heiko Born wurden in ihren Ämtern mit großer Mehrheit bestätigt. Zu neuen Beisitzern wurden Josef Schlosser jun. und Peter Born gewählt.

Mitte Februar 2004 stand ein Wechsel des Vereinslokals an. Vereinswirtin Renate Wilhelmi hatte dem Vorstand bereits Anfang Januar mitgeteilt, dass sie das Gasthaus Buchfinkenland Ende Januar schließen werde. Der Vorstand und letztlich auch die Sänger sprachen sich dafür aus, wieder in das alte Vereinslokal, das Gasthaus Zum Wiesengrund umzuziehen. Gespräche mit den dortigen Inhabern Uwe Bleuel und Ute Müller ermöglichten dann auch einen reibungslosen Umzug.

Am Samstag, dem 27. März 2004, gestaltete der Chor ein Frühlingskonzert im Buchfinken-Zentrum. 4 Gastchöre, der Frauenchor Heiligenroth, der MGV Cäcilia Horbach, der Gesangverein Rheinperle Weis und der MGV Liederblüte Oberweyer, haben gemeinsam mit uns diesen Konzertabend musikalisch mitgestaltet. Mit diesem Konzert feierten wir zugleich unseren 105. Geburtstag. Die Besucher so berichtet die Westerwälder Zeitung lobten den gastgebenden MGV Cäcilia Gackenbach: ...ein schönes, frühlingsfrisches, ein gutes Konzert. 1954 trat Alfred Schlosser in den Gesangverein ein und singt seit nunmehr 50 Jahren aktiv in den Reihen des Zweiten Tenors. Er war darüber hinaus 9 Jahre im Vorstand tätig, einige Jahre auch als 1. Vorsitzender. Markus Wilhelmi gehört dem Chor seit nunmehr 25 Jahren an. Den festlichen Rahmen des Frühlingskonzertes nutzte der Verein, um seinen verdienten Sangesbrüdern für ihre langjährige Treue zu danken.

In den vergangenen Jahrzehnten gab es alljährlich einen Wandertag für die aktiven und unaktiven Mitglieder des Vereins. Der Wunsch, dies einmal zu ändern, um auch den Ehefrauen und Kindern der Mitglieder die Möglichkeit zur Teilnahme zu geben, war schon des Öfteren laut geworden. In diesem Jahr griff der Vorstand diesen Vorschlag auf, und lud am Samstag, dem 29. Mai 2004 zu einem Familienwandertag ein, der an der Grillhütte bei gutem Essen und kühlen Getränken endete. Ein guter Vorschlag und eine gelungene Veranstaltung, die sicherlich in dieser Form nicht zum letzten Mal stattgefunden hat.

Am Samstag, dem 6. November 2004, nahm unser Chor am Meisterchorsingen oder besser Bundesleistungssingen der Stufe III in Nentershausen
Bereits in 2003 hatte sich der Chor erfolgreich bei den Kreisleistungssingen der Stufe I und II für das Meisterchorsingen qualifiziert. Über 5 Monate hatte der Chor in allen Chorproben und Zusatzchorproben drei Lieder einzustudieren. Das schwerste nach einem Gedicht von Eduard Mörike war das 14seitige Chorwerk Der Feuerreiter von Mathieu Neumann. Das albanische Volkslied Scharani von Wilhelm Heinrichs hat es ebenfalls in sich wie eine alte Ziege und auch ein vermeintlich leichter Silcher sein Lebe wohl, besser bekannt in seinem Textanfang Morgen muss ich fort von hier muss erst einmal korrekt und fehlerfrei auf die Bühne gebracht werden.
Als erster Chor überhaupt standen wir am in Nentershausen auf der Bühne, alle bis zum Letzten angespannt, viele mit kalten oder feuchten Händen. Fiel da ein Stein vom Herzen, als der letzte Takt verklungen, das Publikum klatschte und wir wieder von der Bühne herab die Halle verlassen konnten. Reinhold Holzenthal, der 1. Vorsitzende aus Nentershausen hat die Jury belauscht und gibt die Order aus: Geschafft! Zunächst heimliches Freuen, inwendiger Jubel, dann, bei der Wertungsbekanntgabe, große Erleichterung, Riesenfreude, Meisterchor welch ein Gefühl!
Mit einem Notendurchschnitt von 21,2 Punkten landen wir auf einem sehr guten Mittelfeldplatz. Im ersten Anlauf geschafft, überhaupt geschafft, das ist die wichtige Botschaft des Tages.
Dieser guten Nachricht folgt natürlich ein Tagesablauf, den sich jeder an den fünf Fingern abzählen kann: Ein Siegerbier folgt dem anderen, zurück nach Gackenbach trifft sich zunächst alles wieder im Vereinslokal. Und wieder folgt ein Glas dem nächsten. Gute Stimmung!
Abends zurück bei der Siegerehrung sitzen alle Chöre andächtig in Reih und Glied und lauschen Michael Rinscheid, einem der Wertungsrichter. Nur wir Gackenbacher tauchen dort auf mit Pauken und Trompeten, mit einer Fußballfanfare, mit einem großem, schnell gemalten Transparent und, besonders geil, alle Sänger in einheitlichem T-Shirt mit dem Aufdruck Meisterchor. Nach der Siegerehrung ging es gleich zurück nach Gackenbach, ein kleiner Umweg mit Hupkonzert durch Horbach durfte uns an diesem Abend niemand verwehren, und im Vereinslokal wurde kräftig weitergefeiert.
Lassen wir diesen Erfolg heute einfach noch einmal auf uns wirken. Wir haben uns selbst das tollste Geschenk zum 105. Geburtstag gemacht. Großen Anteil an diesem Erfolg hat unbestritten unser Chorleiter Marco Herbert und dafür gebührt ihm auch heute noch einmal ein großes Dankeschön.

Den im wahrsten Sinne des Wortes krönenden Abschluss im Reigen der Vereinsveranstaltungen bildete das Weihnachtskonzert am Donnerstag, dem 23. Dezember 2004, das in unserer Pfarrkirche stattfand. Gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendchor Buchfinkenland, den Sängern von Cannibale vocale, der Sopranistin Tina Scherer, dem erst 8-jährigen Max Holthaus und unserem Chorleiter Marco Herbert, der auch als Solist mitwirkte, hatten wir Sänger uns vorgenommen, am Vortag des Heiligen Abend alle Konzertbesucher auf das bevorstehende Weihnachtsfest einzustimmen. Und dies das kann man ohne Übertreibung sagen ist uns gelungen. 280 Eintrittskarten wurden verkauft. Vor voll besetzter Kirche zeigten alle Akteure ihr Können und nach dem abschließenden Oh du fröhliche, dass unser Chor gemeinsam mit Sopranistin Tina Scherer und dem jungen Max, begleitet am Klavier von Winfried Siegler-Legel, intonierten, dem Tiroler Andachtsjodler und dem gemeinsam gesungenen Stille Nacht war uns lang anhaltender Applaus der Zuhörer gegönnt. Und die Resonanz der Zuhörer nach dem Konzert und auch das Presseecho waren ausnahmslos positiv und anerkennend.

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2005
Am Sonntag, dem 5. Juni 2005, nahm der Chor am Gruppenkritiksingen des MGV Mendelssohn-Bartholdy in der Dorfgemeinschaftshalle in Elgendorf teil. Gut vorbereitet und mit dem notwendigen Ehrgeiz versehen trugen wir unser ausgewähltes Liedgut vor. Die anschließende Wertung konnte sich und darauf sind wir stolz sehen lassen. Wir gehörten nicht nur zu den besten teilnehmenden Chöre, nein, wir standen an diesem Tag erstmals wertungsmäßig auf Augenhöhe mit unseren viel gelobten Sangesfreunden aus dem Nachbarort Horbach.

Einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte erlebten unsere Sänger am Sonntag, dem 19. Juni, als wir gemeinsam mit den Sängern des MGV Nickenich, in Chorgemeinschaft, am Chorwettbewerb im hessischen Meerholz teilnahmen. Gemeldet waren wir in der höchsten Männerchorklasse M1. Zu singen galt es hier gegen renommierte Chöre aus Lindenholzhausen und Watzenborn-Steinberg, die uns eigentlich und ansonsten leistungsmäßig und auch nach Köpfen weit überlegen sind. Nur zwei gemeinsame Chorproben einmal in Nickenig und einmal in Gackenbach waren diesem Wettbewerb vorgelagert und wir fuhren unter dem Motto Dabei sein ist alles ins Hessische. Ja, und dann kam alles ganz anders und so titelte die Presse:
Beim Chorwettbewerb zum 160. Geburtstag des Meerholzer Gesangvereins traten in der Männerchorklasse M1 der Männerchor Cäcilia Lindenholzhausen unter seinem Dirigenten Matthias Schmidt, der Sängerkranz Watzenborn-Steinberg mit Peter Schmitt und die Chorgemeinschaft Gackenbach-Nickenich gegeneinander an. Als bei der Verkündigung der Ergebnisse Marco Herbert mit seiner Chorgemeinschaft zum Sieger erklärt wurde, war die Sensation perfekt.
Hier zeigt sich die Klasse eines Dirigenten, wenn er seine Chöre so auf den Punkt einstellt und die erst- und zweitplazierten Spitzenchöre schlägt, die bei der 3. Chorolympiade in Bremen in der Kategorie Große Männerchöre als Beste aller europäischen Chöre gewertet wurden. Mit einer unverwechselbaren Ausstrahlung so der Kommentar eines Preisrichters konnte die Chorgemeinschaft Gackenbach-Nickenich ihren Auftritt gestalten. Äußerst motiviert präsentierten sich die Männer mit einem Gleichklang der Stimmen und einem Feingefühl für den Text der drei Darbietungen. Drei Vorträge hatten die renommierten Wertungsrichter Professor Volker Hempfling und Hans Jaskulsky zu bewerten:
Der Feuerreiter von Mathieu Neumann,
I will praise thee, O Lord von Knut Nystedt,
Scharani, Arr. Wilhelm Heinrichs.
Robert Sund und der Landesjugendchor Rheinland-Pfalz zu Gast in Gackenbach so titelte die örtliche Presse in der Ankündigung eines außergewöhnlichen Konzertes. Unter dem Motto Thank you for the music" gastierte der Landesjugendchor mit dem Gastdirigenten Robert Sund am Samstag, dem 3. September 2005, im Buchfinkenzentrum.
Dem MGV Cäcilia Gackenbach und insbesondere unserem Chorleiter Marco Herbert war es gelungen, den Auswahlchor des Landes Rheinland-Pfalz gemeinsam mit einem der weltbesten Chorleiter, Herrn Robert Sund aus Schweden, für ein Konzert in heimischer Region zu gewinnen. Durch seine vielseitige Begabung als Sänger, Instrumentalist, Komponist und Dirigent hat Robert Sund eine herausragende Position innerhalb der schwedischen und internationalen Musikszene erlangt. Die Chorgemeinschaft Gackenbach-Nickenich eröffnete dieses besondere Konzert.

Renommierte und in der heimischen Chorszene seit Jahren anerkannte Chöre hatte sich der MGV Cäcilia Gackenbach am Samstag, dem 8. Oktober eingeladen, um gemeinsam ein klangvolles Herbstkonzert zu gestalten.
So waren wir Gackenbacher Sänger um unseren Chorleiter Marco Herbert stolz darauf, den MGV Frohsinn Staudt und den MGV Eintracht 1905 Nentershausen sowie - gleich mit drei Chorformationen angereist - die Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Jugendfreund Watzenborn-Steinberg im Buchfinkenland begrüßen zu dürfen. Im Rahmen des Konzertes wurde Sangesbruder Bernhard Labonte zum Ehrenmitglied unseres Chores ernannt.

Eine erfolgreiche Saisonleistung krönten die Sänger schließlich am Sonntag, dem 16. Oktober, mit einem weiteren, besonderen Erfolg beim Chorwettbewerb des MGV 1905 Nentershausen. In der Klasse 4b errang der Chor gegen die Mitkonkurrenten aus Eitelborn und Luckenbach mit zum Teil erheblichen Punktevorsprüngen alle ersten Preise in der Klasse. Auch Chorleiter Marco Herbert durfte sich über den Dirigentenpreis freuen.

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2006
In der Jahreshauptversammlung am Freitag, dem 20. Januar 2006 konnten fünf langjährige Mitglieder des Vereins für 25-jährige bzw. 60-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt und ausgezeichnet werden. Seit 25 Jahren stehen in den Reihen des Chores Peter Born, Klaus Schlosser, Walter Schlosser, Josef Schlosser jun. sowie Ansgar Wilhelmi. 60 Jahre lang, seit Wiederaufnahme des Vereinsgeschehens nach dem zweiten Weltkrieg im Jahre 1946, steht Antonius Wilhelmi als aktiver Sänger in den Reihen zunächst des I. Tenors, später des II. Basses. In dieser Zeit nahm er von 1953 bis 1993, also 40 Jahre lang, wichtige Vorstandspositionen als Schriftführer und Kassierer wahr. Der Vorsitzende dankte den geehrten Sängern und überreichte Ehrenurkunden und Präsente.
Im Rahmen der nun anstehenden Neuwahl des Vorstandes ergab sich eine Änderung in der Position des Vereinskassierers: Der bisherige Kassierer Peter Schlosser gab sein Amt ab; vorgeschlagen und einstimmig in das Amt neu gewählt wurde Uwe Kessel. In den übrigen Vorstandspositionen ergaben sich keine Veränderungen.

Chorprobe ist Mannschaftsspiel und wenn die Mannschaft zahlenmäßig immer kleiner wird, dann macht das Mannschaftsspiel keinen Spaß mehr und der Spielerfolg wird in Frage gestellt. So sah es auch bis Anfang Juni in unseren Vereinsreihen eher besorgniserregend aus, was den Sängernachwuchs anging. Nur noch 28 Aktive zählte zu diesem Zeitpunkt unser Verein und in so mancher Chorprobe waren gerade einmal 24 oder 25 Sänger anwesend. Die ersten Sorgenfalten zeigten sich beim Vorstand wie beim Chorleiter. Abfinden wollte man sich mit dieser Situation aber nicht. Aufbauend auf den guten Erfahrungen des Jahres 2003 damals hieß es noch Schnupperchorprobe hat der Chor am Samstag, dem 3. Juni 2006, erneut zu einem Sängerwerbetag eingeladen. Und viel Mühe steckte dahinter. Mehr als 200 schriftliche Einladungen waren vom Vorstand an alle singfähigen Männer von 16 bis 96 in unserer Gemeinde persönlich verteilt worden. Das Ergebnis war umwerfend. Mehr als ein Dutzend Sangesinteressierter kamen zur eigens angebotenen Chorprobe, darunter 7 Jugendliche unter 18 Jahren. Der erste Eindruck in dieser Chorprobe war scheinbar prägend und hat die Erwartungen erfüllt, denn insgesamt 9 neue Sänger stehen seit dieser Zeit in unseren Reihen.

Umzug lautete der Auftrag im Juni plötzlich und ein wenig unerwartet. Umzug in ein neues Vereinsheim. Nachdem den Pächtern des Gasthauses Zum Wiesengrund, in einer Nacht- und Nebelaktion zum 15. Juni der Pachtvertrag gekündigt worden war, hieß es in wenigen Wochen eine neue Bleibe zu finden. Diese haben wir dank großzügiger und wohlwollender Unterstützung der Pfarrgremien im Pfarrheim im Oberdorf gefunden. Hierfür sei herzlich gedankt. Seit dem 22. Juni finden unsere Chorproben nun zu den gewohnten Zeiten dort statt.

Richtig wichtig wurde es am 16. September, als sich unser Chor aufmachte, um seine Leistung bei einem Volksliederwettbewerb im Sauerland, genauer gesagt beim MGV Cäcilia Langenei messen zu lassen. Die Überraschung war groß, denn gemeinsam mit ihren Sangesbrüdern haben unsere neun neuen Sänger in ihrer Klasse ihren ersten Erfolg ersungen und ein hervorragendes Ergebnis erzielt. Gegen die Männerchöre aus Oberndorf-Rüppershausen, Müschenbach und Haigerseelbach errangen wir in der Männerchorklasse M 4 den 1. Klassenpreis und den Dirigentenpreis; lediglich im Ehrensingen musste man sich mit dem zweiten Preis begnügen.

Schon von langer Hand war für Samstag, den 23. Dezember, ein Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche geplant. Kurz nach dem Gruppenchorkonzert im September in Kadenbach überraschte uns unser Chorleiter Marco Herbert mit einer neuen Idee. Er ist gut befreundet mit dem bekannten Westerwälder Tenor Johannes Kalpers. Die guten Kontakte nutzte er, um Johannes Kalpers als besonderes Highlight für unser Weihnachtskonzert zu gewinnen. Und mit dem Botschafter des Westerwaldes diesen Titel hat Landrat Peter Paul Weinert dem Tenor erst in diesem Jahr verliehen und optimaler Unterstützung und Pressearbeit der Westerwälder Zeitung ist es uns innerhalb kürzester Zeit gelungen, alle 400 Eintrittskarten für das Weihnachtskonzert an den Mann und die Frau zu bekommen. Gemeinsam mit den Sängern aus Hübingen galt es in der kurzen Vorbereitungszeit ein recht großes Repertoir an Weihnachtsliedern einzustudieren.
"Weihnacht bei uns daheim" - unter diesem erwartungsfrohen Motto stand schließlich unser Weihnachtskonzert, bei dem wir gemeinsam mit dem MGV Hübingen und Johannes Kalpers in der Pfarrkirche am Christbaum viele musikalische Kerzen entzündeten, so titelte zumindest die Westerwälder Zeitung. 400 Zuhörer ließen sich von den festlichen Klängen, von Geschichten und Gedichten verzaubern.
Dass beim anschließenden Empfang das benachbarte Pfarrheim fast aus allen Nähten platzte und der Gesamtveranstaltung letztlich ein überaus guter Erfolg beschieden war, lies schließlich auch bei den Vorstandsmitgliedern so manchen Stein vom Herzen fallen.

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2007
In der Jahreshauptversammlung 2007, die am Freitag, dem 19. Januar 2007, erstmals im Pfarrheim stattfand, konnten zwei langjährige Vereinsmitglieder für 25-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt und ausgezeichnet werden: Peter und Hermann Schneider.

In den ersten Monaten des Jahres 2007 konnten sich die Sänger und ihr Chorleiter in vollem Umfange intensiver Probenarbeit widmen, standen doch keine Termine auf dem Programm. Erst am 29. April nahmen die Sänger an einem Chorwettbewerb in Birkefehl im Sauerland teil. In Chorgemeinschaft mit dem MGV 1904 e. V. Nickenich - beide Chöre stehen bekanntermaßen unter der musikalischen Leitung von Marco Herbert - traten die beiden Chöre beim Chorwettbewerb des sauerländischen MGV Birkefehl in der höchsten Männerchorklasse M1 an. Gegen den MGV Concordia Münchholzhausen unter Chorleiter Matthias Schmidt ersang sich die Chorgemeinschaft den 2. Klassenpreis, den 1. Platz im Höchsten Ehrensingen und den 2. Dirigentenpreis. Nur ein Punkt trennte schließlich die Chorgemeinschaft vom Erstplazierten und mit insgesamt 345 Punkten erreichte man darüber hinaus die zweithöchste Tageswertung.

Noch erfolgreicher als in Birkefehl konnten wir unsere Teilnahme am Chorwettbewerb des Nachbarvereins MGV Horbach am Sonntag, dem 6. Mai, abschließen. Die Gackenbacher traten in der Männerchorklasse B gegen fünf Mitbewerber, unter anderem so namhafte Chöre wie den MGV Eintracht Frickhofen und den MGV Frohsinn Werthenbach, an, die alle auf die Plätze verwiesen wurden. Mit 22,67 Punkten und einem Silberdiplom erreichten wir den 1. Klassenpreis und den 1. Meisterpreis und verpassten dabei das begehrte Gold-Diplom nur um drei Zehntel. Unter den am Wettbewerb insgesamt 16 teilnehmenden Männerchören erhielten die Gackenbacher Sänger hinter dem SV Hausen die zweitbeste Punktewertung.

Bereits 2004 haben wir anstatt des traditionellen Wandertages für alle Vereinsmitglieder einen Familientag angeboten, an dem auch die Partnerin/der Partner des jeweiligen Mitgliedes und die Kinder teilnehmen konnten. Diesen Familientag haben wir in diesem Jahr am Samstag, dem 2. Juni, wiederholt.
Zunächst haben sich alle Teilnehmer rund um Gackenbach bei einem kleinen Spaziergang etwas die Füße vertreten; unterwegs wurde Unter den Turnerstangen Halt gemacht. Hier war für Kaffee und Kuchen und schmackhafte Wurstbrote gesorgt. Gegen 17 Uhr kehrten die Wanderer an die Grillhütte zurück. Dort warteten herzhaftes vom Grill und kühle Getränke auf die Wanderer.

Mit den Sangesfreunden aus Nickenich lässt es sich gemeinsam gut singen. Dass es sich auch gemeinsam gut feiern lässt, dass konnten wir am Samstag, dem 20. Oktober, im Rahmen eines Vereinsausfluges nach Nickenich und Mendig in der Eifel feststellen. Auf Einladung der Nickenicher Sangesfreunde hatten sich insgesamt 44 Gackenbacher Sänger und Sängerfrauen auf den Weg gemacht, um Nickenich und Umgebung zu erkunden. Dort angekommen wurden wir vom Vorsitzenden Thomas Fuchs herzlich begrüßt und gleich ging es zu Fuß und begleitet von vielen Nickenicher Sangesfreunden bis nach Mendig.

Einer tollen Führung in die Mendiger Unterwelt und einem beeindruckenden, gemeinsamen Chorgesang im 30 Meter unter der Erdoberfläche liegenden Felsendom schloss sich ein gemütliches Beisammensein in der Vulkanbrauerei Mendig an. Gutes Essen und frisch gebrautes Bier trugen sicherlich zum rundum guten Gelingen bei; eine Gegeneinladung an die Sangesfreunde aus Nickenich nach Gackenbach sollte im neuen Jahr 2008 unbedingt ausgesprochen werden.

Sein diesjähriges Herbstkonzert veranstaltete der MGV "Cäcilia" am Samstag, dem 17. November, im Buchfinkenzentrum. Nur noch 30 Sänger zählte unser Chor noch im Jahre 2006 - jetzt stehen elf neue Sänger in unseren Reihen. Voller Stolz konnte der Chor sie bei seinem Herbstkonzert der Öffentlichkeit präsentieren. Die Vorstandsmitglieder rund um den 1. Vorsitzenden Andreas Ferdinand freuten sich: "Das ist das Ergebnis unserer umfassenden Werbeaktion im Jahre 2006. Unter den elf neuen Sängern sind sieben junge Männer im Alter von 14 bis 19 Jahren."
Jugendlich präsentierte sich auch das Konzert, an dem vorwiegend "junge Chöre" teilnahmen. Mit dabei waren das Chorensemble tonArt Nassau, der Junge Chor "ars musica" Ochtendung, der Gemischte Chor "CHORazón" Dernbach und die Chorgemeinschaft Daubach-Stahlhofen. Geboten wurde dem Publikum vorwiegend modernes Liedgut. Lieder von den "Wise Guys" über die Beatles bis hin zu Robbie Williams standen auf dem Programm. Daneben gab es aber auch traditionelles Liedgut von Wilhelm Heinrichs bis hin zu Johannes Brahms zu hören.
Zum Herbstkonzert konnte sich der MGV Cäcilia Gackenbach erstmals auch online im Internet präsentieren. Seine neue Homepage ist unter der Adresse www.mgv-gackenbach.de zu finden. Besonders erwähnens- und lobenswert ist, dass einer der neuen und jungen Sänger, Maurice Bleuel, für die Homepage verantwortlich zeichnete. Ihm wurde beim Konzert besonders gedankt.
Vorgestellt im Konzert wurden 11 neue Sänger: Kevin Schlosser, Olaf Klein, Maurice Bleuel, Hubert Keller, Philipp Schlosser, Steven Schlosser, Christian Gomber, Reiner Wilhelmi, Florian Gomber, Thorsten Neuroth und Armin Gomber.

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